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Die vier Dimensionen von „Reichtum durch Kunst“: finanziell, emotional, intellektuell und sozial.

Folge 13
Gast: Prof. Dr. Dr. Thomas Rusche

In der neuen Folge des Podcasts KunstWerte spricht Dr. Sabine Felderhoff mit Prof. Dr. Dr. Thomas Rusche – Unternehmer, Kunstsammler, Philosoph und Autor des Buches „Kunst macht reich und glücklich“ – über die Frage, wie Kunst unser Leben wirklich bereichert: emotional, intellektuell, gesellschaftlich und finanziell.

Gemeinsam gehen wir der Idee nach, dass Kunst weit mehr ist als Dekoration oder Spekulationsobjekt: Sie stiftet Sinn, schafft Dialog, fördert Aufklärung und kann zugleich zu einer klugen Form von Wertanlage werden.

Darum geht es in dieser Folge

  • Warum Kunst reich und glücklich machen kann – und was Reichtum jenseits von Geld bedeutet.
  • Die vier Dimensionen von „Reichtum durch Kunst“: finanziell, emotional, intellektuell und sozial.
  • Weshalb der wahre Wert eines Kunstwerks erst im Dialog zwischen Künstler, Betrachter, Markt und Gesellschaft entsteht.
  • Wie Kunst hilft, aus „selbstverschuldeter Unmündigkeit“ auszubrechen und Konventionen mutig zu hinterfragen (Kant, Aufklärung, Anarchie der Kunst).
  • Warum der Kauf junger Kunst die beste Künstlerförderung ist – und wie Sammler Verantwortung übernehmen können.
  • Wie sich Schönheit im Hässlichen zeigt, was „verstörende“ Bilder auslösen und warum Kunst nicht gefällig sein muss, um bedeutend zu sein.
  • Was große Künstler wie Gerhard Richter und andere „wirklich Große“ auszeichnet – menschlich wie künstlerisch.
  • Warum es gefährlich ist, im Kunstmarkt nur dem digitalen Hype zu folgen, und wie man stattdessen ein eigenständiges Sammlungskonzept entwickelt.
  • Wie immaterielle Kunstformen und Performances (z. B. Marina Abramović, Banksy) trotzdem gehandelt, bewertet und erinnert werden.

Für wen ist diese Episode besonders spannend?

  • Für Menschen, die Kunst sammeln oder sammeln möchten und nach Orientierung zwischen Leidenschaft und Marktlogik suchen.
  • Für Künstlerinnen und Künstler, die verstehen wollen, wie Wert, Preis und gesellschaftliche Relevanz zusammenhängen.
  • Für alle, die Kunst nicht nur „schön finden“, sondern als Instrument der Reflexion, Bildung und Selbstbefreiung begreifen wollen.
  • Für Kulturinteressierte, die sich fragen, warum Kunst- und Musikerziehung in unserem Bildungssystem so marginalisiert werden – und was das mit unserer Gesellschaft macht.

Prof. Rusche spricht offen über Marktmechanismen, Mode- und Markenhypes, digitale Verblödung, Scham, Nacktheit, Religion, Drogen, Verstörung und darüber, warum Kunst immer ein Risiko und genau deshalb ein Weg zu mehr Freiheit ist.

Hör jetzt die neue Folge von KunstWerte

In dieser Episode von KunstWerte – der Podcast über Kunst, Werte und Gesellschaft erfährst du, wie Kunst zu einem inneren und äußeren Kompass werden kann – zwischen Sinnsuche, Sammelleidenschaft und Kapital.

▶️ Jetzt reinhören:

Timecode-Übersicht (50 Minuten)

00:00 – 04:00 | Intro & Biografie

Podcast-Vorstellung + Rusche-Lebenslauf (Geburt, Familie, Studien, Unternehmen, Lehre, Patronate).

04:00 – 08:00 | Kindheit & Internat

Freiheit im Elternhaus, Jesuiten mit 12, Elternbeziehung („Papa diskutieren, Mama knuddeln“).

08:00 – 12:00 | Gott, Mode, Kunst

Dreiklang der Leidenschaften, Firmenverkauf → Kunstfokus, Geburtstags-/Tauftags-Rituale.

12:00 – 20:00 | „Kunst macht reich und glücklich“

4 Dimensionen (finanziell/emotional/intellektuell/sozial), Provokation, Gucci-Vergleich, junge Kunst kaufen.

20:00 – 26:00 | Künstlerkarrieren & Gerhard Richter

Markt vs. Relevanz, Erfolgsveränderung, Richters „meisterhafte Einfachheit“.

26:00 – 34:00 | Kunstwerk-Fertigheit & Rezeption

Kant/Genie, Bild nie fertig (Künstler → Betrachter → Rezeption), Heilige Magdalena, Never Ending Story.

34:00 – 38:00 | Bildakt & Zuhören

Bild spricht (Bredekamp), Podcast als Zuhör-Oase vs. Social-Media-Lärm.

38:00 – 43:00 | Kunst als Aufklärung

Anarchie, Unmündigkeit, Sammlungskonzepte (Boros: „verstört mich“), Schönheit im Hässlichen.

43:00 – 47:00 | Scham & Sammeln

Schamquellen, Reflexion, Rusches Weg zu Zeitgenossen.

47:00 – 50:00 | Wert, Bildung, Markt

Bild vs. Haus, kulturelle Werte, Abramović/Banksy, Bildungskritik.

Mein besonderer Dank geht an:

Kim Sarah Felderhoff
Lektorat und Transcription
Essen

Lukas Nockemann
Auszubildender Mediengestalter Bild und Ton im 2. Lehrjahr 
MediaHouse FC Schalke 04
Podcastschnitt und Mastering

Kontakt Sabine Felderhoff

Telefon: 015140524846
E-Mail: info@recall-id.de
Internet: http://www.recall-id.de/

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Kontakt zu Thomas Rusche

Thomas Rusche, Art & Value
Kunstberatung für Sammler, Museen, Galerien und Künstler
Schlütterstraße 53
D-10269 Berlin
Telefon: +49 (0)163 – 826 0001
E-Mail: info@thomas-rusche.de
Internet: https://thomas-rusche.de


Aktuelle Publikation:

KUNST MACHT REICH UND GLÜCKLICH

Im LIT-Verlag als Printausgabe (E 28,80 inkl. Versand) und als e-Book (E 23,80 Download ) erhältlich.

Dieses praxisnahe Handbuch öffnet die Türen zur faszinierenden Welt der bildenden Kunst. Es gibt wertvolle Einblicke in den Kunstmarkt und bietet eine umfassende Anleitung zum Erwerb von Kunstwerken.

Kunst ist auch mit bescheidenem Budget erschwinglich: Eine hochwertige Druckgrafik kostet oft nicht mehr als ein Menue im Restaurant, kann aber jahrzehntelang Freude bereiten und an Wert gewinnen.

Ob Kenner oder Anfänger – das Buch ist ein unverzichtbarer Begleiter für alle, die Kunst lieben, erwerben und mit ihr leben möchten.

Thomas Rusche lebt für die Kunst und berät Sammler, Museen, Galerien und Künstler. Als promovierter Ökonom und habilitierter Philosoph arbeitet er an der Schnittstelle von Kunst und Geld. Er lehrt an der Universität Siegen, WHU Vallendar und Hochschule für Philosophie München. Sein Berliner Kunstsalon ist ein Treffpunkt für alle Liebhaber der schönen Künste. 

„Es dürfte aktuell keine gründlichere, differenzierte und zugleich persönlichere Einführung in den Kunstmarkt geben“  (Wolfgang Ullrich) aus dem Umschalgtext des oben genannten Buches

Begriffserklärung:

*Pentimenti (Mehrzahl, von italienisch pentimento, „Reue“; deutsch „Reuestriche“,[1] eingedeutscht auch Pentiment) sind Veränderungen, die während des künstlerischen Schaffensprozesses an Grafiken, Gemälden oder Wandmalereien vorgenommen wurden. Pentimenti entstehen, weil der Künstler während dieses Prozesses mit der Komposition, der Linie, der Form und der Farbe um die in seinem Sinn ideale Wiedergabe eines Bildgedankens ringt. Linienführungen werden korrigiert, Formen übermalt und Farben verändert. Pentimenti können in allen Schichten eines Kunstwerkes auftreten, die diesem Entstehungsprozess unterworfen sind. So in der Unterzeichnung, zwischen Unterzeichnung und farblicher Ausführung und in den einzelnen Farbschichten einer Bildschicht.[2]Pentimenti werden bei Ölgemälden u. a. aufgrund der Alterstransparenz der Farbschichten erkennbar. Teilweise kann man sie aber auch mit Hilfe von UV-Strahlen, IR-Strahlen und/oder Röntgenstrahlennachweisen. Indem sie den Arbeitsprozess eines Künstlers wiedergeben, bilden sie eine wesentliche Quelle für den Werkprozess eines Gemäldes.

Quelle: Wikipedia

Horst  Bredekamp:  Theorie  des  Bildakts.  
Frankfurter  Adorno-Vorlesungen  2007; 
Berlin: Suhrkamp 2010; 463 S. mit 203 SW-Abb.; 
ISBN 978-3-518-58516-0; € 39,90 https://res.cloudinary.com/suhrkamp/image/upload/v1742122450/60263.pdf

  1. Quelle: Kunst-, Bild- und Medientheorie
https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/jfk/article/view/33216/26901

Kanonisierungs fähig 
[1] Religion, speziell katholische Kirche: Aufnahme in das Verzeichnis der Heiligen (Kanon) durch den Papst. 

Quelle: sprachnudel.de Wörterbuch/Duden

Betrifft die vier Phasen der Heiligsprechung: Diener Gottes, Ehrwürdiger, Seliger und Heiliger

In der Literatur/Kultur: Ein Werk gilt als kanonisierungsfähig, wenn ihm hohe ästhetische Qualität, historische Bedeutung oder Relevanz für das kulturelle Gedächtnis zugesprochen wird. Es ist ein Ergebnis von Selektionsprozessen, die bestimmen, was als „klassisches“ oder „maßgebendes“ Kulturgut gilt.

Quelle: Google

Auf jeden Fall einen Besuch wert:

Museum Abtei Liesborn, Warendorf Münster
https://www.museum-abtei-liesborn.de

Kunst die verstörend wirkt:

Hieronymus Bosch

Francisco de. Goya

Edward Munch

Georg Baselitz

Jörg Immendorff

Otto Dix

Max Ernst

Werner Liebmann

Herbert Volkmann, Maler, Performance, Installation, 
gestorben 2014
Kunst als Rausch: Der Berliner Maler Herbert Volkmann, ein enger Freund von Jonathan Meese, ist mit 60 Jahren gestorben. 1954 in Berlin geboren. Nach seinem Kunststudium bei Hermann Bachmann an der West-Berliner Hochschule der Bildenden Künste arbeitete er als Frucht- und Obsthändler am väterlichen Hof. Nach schwerwiegenden Drogen- und Alkoholproblemen begann Herbert Volkmann in den Nullerjahren wieder zu malen und stellte seine Bilder unter anderem in den Berliner Galerien Contemporary Fine Arts und Volker Diehl und in der Leipziger Galerie Laden fuer Nichts aus. 2009 zeigte er zusammen mit Jonathan Meese in Goslar die Ausstellung „Fleisch ist härter als Stahl“ mit Einzel- und Gemeinschaftsarbeiten. Der Autor Marc Fischer charakterisierte die Bilder in einem Porträt in Monopol 5/2007 mit folgenden Worten: „Wirklich frei malt Volkmann sich erst, als er sich an die Sujets macht, die er in seinen Psychosen gesehen hat: die Hai- und Hundemenschen, die Junkie-Heuschrecken. Und während die durchschnittlichen Drogenbilder der Kunstgeschichte ja oft wie nachträglich zurechtgebastelt rüberkommen, sind Volkmanns Bilder das genaue Gegenteil: scharf und klar wie Filmstills, so als seien sie eben erst aus seinem Hirn gekommen.“
Im vergangenen Januar waren Werke in einer Einzelausstellung anlässlich des 60. Geburtstags in der Galerie Sexauer zu sehen. Allein von der an einer Alkoholvergiftung gestorbenen britischen Sängerin Amy Winehouseentstanden drei Porträts, eine der letzten Arbeiten war „Charles & Camilla“ (2014). Meese und Volkmann kauften gegenseitig ihre Werke.
„Herbert Volkmann“, hießt es in einem Essay auf der Seite seiner Galerie, „steht mit seinem Leben völlig ungeschützt vor seinem Werk, und er bekennt sich ungeschminkt und ohne Selbstmitleid zu allen Facetten.“ Quelle: monopol, 7.8.2014

Jonathan Meese
23. Januar 1970 in Tokio) ist ein deutscher Künstler. Seine Werke umfassen MalereiSkulpturenInstallationenPerformancesCollagenVideokunst und Theaterarbeiten. Dabei thematisiert er überwiegend Persönlichkeiten der Weltgeschichte, Ur-Mythen und Heldensagen. Jonathan Meese lebt und arbeitet in Ahrensburgund Berlin.

Jean Baptist Basquiat , 
* 22. Dezember 1960 in New York City; 
† 12. August 1988 ebenda) war ein US-amerikanischer autodidaktischer Künstler, Maler und Zeichner.